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Weiterbildung, nein danke!?

Ausgerechnet Arbeitnehmer, die leicht durch einen Algorithmus ersetzt werden können, bilden sich selten weiter. So die Essenz eines Beitrags auf faz.net, der am 20.8. in der Rubrik „Digitalisierung“ erschienen ist.

Dabei stellt die Digitalisierung Unternehmen in Deutschland und mit ihnen mehr als 45 Millionen Erwerbstätige vor gewaltige Herausforderungen. Viele Aufgaben werden sich verändern oder gar wegfallen. Andere werden entstehen. Und weil viele Beschäftige für die neuen Aufgaben noch nicht ausreichend gerüstet sind, hat die Bundesregierung im Januar dieses Jahres das neue Qualifizierungschancengesetz erlassen.

„Mehr Chancen durch Qualifizierung:
Die Bundesregierung verbessert die Weiterbildungsförderung Für Arbeitnehmer*innen, deren berufliche Tätigkeiten durch Technologien ersetzt werden können, die in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind oder eine Weiterbildung in einem Engpassberuf anstreben (also in einem Beruf, in dem Fachkräftemangel besteht).

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt und –Berufsforschung (IAB) fand heraus, dass speziell Beschäftigte mit einem hohen Anteil an Routineaufgaben (und diese gelten als besonders leicht ersetzbar) selten an Weiterbildungen teilnehmen. Nur 27% besuchten innerhalb eines Jahres einen Kurs. Bei Mitarbeiter*innen, die weniger gefährdet sind, durch moderne Technologien ersetzt zu werden, waren es 41%.

Die Unterschiede der Weiterbildungsbeteiligung ließen sich nicht durch unterschiedliche Qualifikationsniveaus erklären, so die Studie des IAB – bei Menschen mit Hochschulabschluss oder einer abgeschlossenen Ausbildung zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch das Alter oder ein Migrationshintergrund haben keinen großen Einfluss. Entscheidend sind hingegen die Weiterbildungsaktivitäten der Betriebe! So spielt es eine große Rolle, ob ein Unternehmen eine klare Weiterbildungsstrategie für seine Mitarbeiter*innen hat und klar definierte Ansprechpartner*innen für eine Weiterbildung. Immens wichtig ist die konkrete betriebliche Unterstützung. Beschäftigte nehmen eher an einer Weiterbildung teil, wenn ihr Arbeitgeber die Kosten dafür – zumindest teilweise – übernimmt oder die Mitarbeitenden freistellt.

 

Vorteile des Qualifizierungschancengesetzes

Durch das neue Qualifizierungschancengesetz werden nun schon prophylaktisch Arbeitnehmer*innen weitergebildet, damit sie auch noch in einigen Jahren eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Die Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit liegen nun darin, Arbeitnehmer*innen und Unternehmen über die Möglichkeiten einer Weiterbildung zu beraten und diese finanziell zu fördern – unter anderem durch Übernahme von Lohnkostenzuschüssen, wenn die Arbeitnehmer während der Weiterbildung bei vollen Bezügen freigestellt werden.

Die Vorteile für Unternehmen und Beschäftigte auf einen Blick macht das Plakat (rechts) deutlich:

Natürlich kann die BA nicht für alle möglichen Weiterbildungen eines Unternehmens aufkommen. Deshalb gibt es eindeutige Regelungen im § 82 SGB III.

Dazu gehören die folgenden:

Allgemeingültigkeit
Die Weiterbildung darf nicht auf den aktuellen Arbeitsplatz bezogen sein. Die Kenntnisse, die im Rahmen des Qualifizierungschancengesetzes vermittelt werden, sollen de Arbeitnehmer*innen fit machen für die Aufgaben der Zukunft. Eine Weiterbildung, in der Fähig- und Fertigkeiten für die aktuelle Position vermittelt werden, würde dem zuwiderlaufen. Aus diesem Grund können derartige Angebote nicht gefördert werden.

Zeitlicher Abstand
Eine abgeschlossene Berufsausbildung muss mindestens vier Jahre zurückliegen. Eine Qualifizierung in dem Sinne, dass sie sich für neue Aufgaben rüsten müssen, kommt für Berufsanfänger*innen nicht in Frage – damit entfällt auch die Möglichkeit einer Förderung nach dem Qualifizierungschancengesetz.

Verhältnismäßigkeit
Die Abstände zwischen zwei Weiterbildungen müssen mindestens vier Jahre betragen.

Externe Durchführung + Mindestdauer
Die Qualifizierung muss extern durchgeführt werden und mindestens 160 Stunden umfassen. Arbeitnehmer*innen können sich an einen Bildungsträger , als anerkannten Anbieter, wenden und dort eine Weiterbildung absolvieren.