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Geheimtipp für Unternehmen:

Frauen 50+

Frauen 50+

Psst! Unbedingt weitersagen: Frauen erleben mit 50+ ihre kreative Hoch-Zeit! Und Kreativität ist das, was Unternehmen unbedingt brauchen. Sie tut ihnen gut, Kreativität ist der Schlüssel für das Finden von Lösungsstrategien. Wenn es sein muss, auf ungewöhnlichen Wegen. Innovationen werden nicht immer von der Generation Y ausgelöst! Das sollten sich Arbeitgeber*innen (selbst)kritisch in ihrem war for talent vor Augen führen.

Kleiner Exkurs:

Kreativitäts-Spitzen: Mit Mitte 20 oder um die 50

Wissenschaftler der Ohio State University haben sich mit der Frage beschäftigt: In welchem Alter sind Menschen am kreativsten? Gibt es ein Alter, das uns ein Kreativ-Hoch beschert? Ihre Untersuchung zeigte: Besonders starke Kreativität bahnt sich mit Mitte 20 ihren Weg ODER mit Mitte 50.

Die Art der Kreativität in diesen Phasen unterscheidet sich allerdings voneinander. Am Anfang der Karriere entsteht Kreativität dadurch, dass bisheriges Wissen und vorherrschende Vorgehensweisen hinterfragt werden. Ungeniert blickt man über den Tellerrand, um neue Ideen zu generieren und kreative Ansätze zu finden. Junge Menschen sind noch nicht an akzeptierte Theorien, Arbeits- und Verhaltensweisen gewöhnt oder kennen sie noch gar nicht. Die kritische Auseinandersetzung mit Althergebrachtem führt zu Innovation. Mit Mitte 50 dagegen herrscht eine experimentelle Form der Kreativität vor. Über Jahrzehnte haben die Älteren Wissen, Erfahrungen und Fähigkeiten gesammelt. Mit Mitte 50 werden dann häufig neue Wege gefunden, die gesammelten Informationen zu analysieren und zu nutzen.

Für Frauen gilt: Im Alter zwischen 53 und 60 Jahren, so zeigte sich in einer weiteren Studie aus Seattle, ist das Leistungsniveau höher als zwischen 20 und 30 Jahren. Was den Wortschatz und das verbale Gedächtnis betrifft, verbessern sich Frauen sogar bis weit über das 60. Lebensjahr hinaus. Auch die soziale Kompetenz und das Urteilsvermögen wachsen - schließlich haben Ältere jede Menge Erfahrung, die ihnen hilft, mit anderen richtig umzugehen oder Situationen richtig einzuschätzen. "Das Gehirn wird im mittleren Alter besser", resümiert die Entwicklungspsychologin Sherry L. Willis. "Ältere sind langsamer. Aber wenn es darum geht, kreative Lösungen in reale Szenarien zu übersetzen, hängen sie die Jungen locker ab. Früher nannte man diese Fähigkeit Weisheit!"

Frauen im Wechsel: die Midlife-Chance

Frauen erhalten in der Mitte ihres Lebens eine Midlife-Chance, denn genau jetzt besteht die Möglichkeit, das Berufsleben in neue Bahnen zu lenken und zu überlegen: Wo will ich eigentlich hin? 10-15 Jahre Erwerbstätigkeit gilt es noch zu bewältigen. Wenn am derzeitigen Arbeitsplatz weder Aufstieg noch Möglichkeit zur Weiterbildung locken - warum die Herausforderung nicht woanders suchen?

Aus der Forschung weiß man auch, dass Frauen von Kindesbeinen an ein breit gefächertes Interessensspektrum entwickeln, während Männer meist einen Schwerpunkt setzen, dem sie sich mit Hingabe widmen. Gerade Frauen sind daher in den Jahren 50+ geneigt, noch einmal andere Facetten ihrer Persönlichkeit auszuleben, die sie in ihrem Beruf bislang nicht einsetzen konnten. Viele wünschen sich, in ihren künftigen Berufsjahren eine sinnvollere Tätigkeit auszuüben.

Mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung verfügen die Frauen, die in den Babyboomerjahren geboren wurden, über ausgezeichnete Voraussetzungen, nochmal durchzustarten. Warum?

Vorab: 1,4 Millionen Geburten, davon knapp die Hälfte Mädchen,  gab es im Babyboomer-Jahr 1964, eine unglaublich große Generation. Eine Generation, die sehr stark in Massenformen aufgetreten ist, mit vollen Klassenzimmern und überfüllten Hörsälen. Durch ihre komplexe Gemengelage – vom Optimismus in den existenziellen Bruch, Einübung von Gemeinschaftsleben und individuelles Durchwurschteln – verfügt die Babyboomer-Generation über die folgenden Eigenschaften: sozial, verantwortungsvoll, kooperativ, auf konsensuale Lösungen aus, uneitel, gut im Moderieren von Gegensätzen, sie sind eher Pragmatiker*innen als Theoretiker*innen, sie sind undogmatisch, kritisch, flexibel, stellen sich selbst infrage, und sind sehr leistungsbereit.

  • Sie haben sich über die Jahre im Job ein gutes Netzwerk und wertvolle Kontakte aufgebaut.
  • Sie sind reflektierter und strukturierter als Jüngere.
  • Sie haben ihre Fehler schon gemacht und daraus gelernt.
  • Planungs- und Führungserfahrung konnten sie sammeln – wenn nicht im Job, dann durch die Familienarbeit zu Hause oder durch das Jonglieren, beide Lebensbereiche miteinander in Einklang zu bringen.
  • Sie suchen die Herausforderung, sind wechselwillig
  • Sie wünschen sich eine sinnvolle Tätigkeit, in die sie sich voll einbringen werden.

Also, liebe Unternehmer*innen und Personalverantwortliche: Profitieren auch Sie von den Vorzügen der Frauen um die 50!

Quellen:

1          Bruce A. Weinberg, David W. Galenson. Creative Careers: The Life Cycles of Nobel Laureates in EconomicsDe Economist, 2019; DOI: 10.1007/s10645-019-09339-9

2             https://www.apa.org/monitor/2011/04/mind-midlife

(All das schreibt eine, die es wissen muss: Claudia Dolle (53) gestaltet seit 2 Jahren die Unternehmenskommunikation der wispo AG. Zuvor war sie lange Jahre als freiberufliche PR-Beraterin im Lifestyle-Bereich tätig.)